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Unfall bei der Arbeit

Mit 13 Jahren 1887 verlässt Anna Boschek die Schule ganz und fängt in einer Galvanisierungswerkstätte von 7 Uhr früh bis 20 Uhr abends zu arbeiten an. Dabei zog sie sich schwere Verätzungen in Gesicht und Augen zu, die für ihr weiteres Leben gesundheitliche Folgen hatte.

Mit 14 Jahren wechselt Anna Boschek in eine Chinasilber-Fabrik und arbeitet 11 Stunden täglich an der Presse, beginnt dort eine Lehre, muss sie aber wegen einen Augenleidens abbrechen. Die Vorgesetzten der Arbeiterinnen gingen mit ihren schlechten Arbeitsbedingungen und ihren Hungerlöhnen davon aus, das Familienmitglieder die Heimarbeiterinnen bei ihrer Arbeit unterstützten und damit einen höheren Profit erringen konnten. Die Heimarbeiterinnen, Textilarbeiterinnen und Näherinnen und deren Angehörige hatten keinerlei arbeitsrechtlichen Schutz. Die Erfahrung der frühen Kinder-und Jugendjahre prägte Anna Boschek nachhaltig. Gerade für diese Berufsgruppen setzte sie sich später in ihren Funktionen besonders ein.