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Leben nach dem Krieg
Nach Ende des 2. Weltkriegs 1945 zieht sich Anna Boschek aus gesundheitlichen Gründen im 71. Lebensjahr aus allen politischen Funktionen zurück, nimmt jedoch weiterhin an allen Gewerkschaftskongressen, Sozialistischen Frauenkonferenzen teil, hält regelmäßig Vorträge und Referate.
1948 Teilnahme am 1. Kongreß des ÖGB, weitere Teilnahmen auch am 2. und 3. ÖGB (Österreichischen Gewerkschaftsbund) Kongreß.
Ende der 40iger Jahre verbringt Anna Boschek die Sommer auf dem Land und zieht im Jahr 1953/1954 in eine kleine Wohnung in die Hütteldorferstr. mit ihrer Pflegerin Anna Schweiger.
Rosa Jochmann sagte voll Bewunderung zu Anna Boschek als sie sich bei den Genossinnen bedankte:
„Ich bin immer beschämt darüber, wenn Du uns für etwas dankst, habe ich Dir gegenüber immer ein schlechtes Gewissen. Ich weiß fast niemanden bei dem ich das auch so empfinden würde wie bei Dir, denn bei Dir weiß ich, daß Du heute noch mit großem Interresse alles verfolgst was in der Partei geschieht. Du mußt uns also nicht danken, sondern wir dürften niemals aufhören, Dir für all das zu danken, was Du für uns getan hast.“ (Brief von Rosa Jochmann v. 29.01.1951, Teilnachlaß Anna Boschek )
Wilhelmine Moik, langjährige Mitarbeiterin und Weggefährtin von Anna Boschek wird 1.Obmännin beim ÖGB.
Anna Boschek arbeitet unermüdlich weiter, schreibt ihre Erinnerungen auf, verfasst Gedichte und wird nicht müde an die nachfolgenden Generationen zu appellieren.